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Archive for October, 2006

Deutsche Nationalbibliothek archiviert Websites

Thursday, October 26th, 2006

Mir ist heute der Artikel “Jäger des virtuellen Schatzes” der Süddeutschen Zeitung vom 15.9.2006 in die zugeschickt worden, der mich etwas irrietiert. Es handelt sich dabei um eine Meldung über das Vorhaben der deutschen Nationalbibliothek, alle Inhalte deutscher Websites zu archivieren. Dazu sollen laut Artikel auch private Websites zählen. Ich Frage mich warum nationale Interesse daran bestehen sollte, tausende im jugendlichen Wahn erstellter Beepworld Websites für die nachfolgenden Generationen zu archivieren. Aber es kommt noch besser:

Denn ab sofort – und auch dafür gibt es einen Passus im Gesetz – haben Autoren und Betreiber deutschsprachiger Internetseiten die Pflicht, ihre Werke „in einfacher Ausfertigung abzuliefern“, und das auch noch „vollständig, in einwandfreiem, nicht befristet benutzbaren Zustand“. Um die Forderung zu unterstreichen, droht das Gesetz unter dem Paragrafen 19 gleich ein Bußgeld von bis zu 10000 Euro an. Allerdings steht da kein Wort darüber, wie man das macht: so eine Internetseite bei der Deutschen Nationalbibliothek abliefern. — Zitat aus “Jäger des virtuellen Schatzes”

“Aufgepasst und Mitgedacht” hätte auch dieses Mal das Motto lauten sollen. Ich denke an dieser Regelung muss noch einmal gefeilt werden. Eventuell sollte sich die national Bibliothek die Mühen sparen und gleich von Google oder Archive.org einkaufen. Dann bleibt auch nurnoch das Problem mit der einmaligen Anfertigung. Und Paysite Content. Und FSK18 Content. Und eigentlich ist die Idee sowieso ziemlich komisch.

Entwickler kommen vom Mars, Programmierer von der Venus

Wednesday, October 11th, 2006

Wer bis heute noch nicht den Unterschied zwischen Softwareentwicklung und Programmierung verinnerlicht hat, sollte sich folgenden Artikel auf Hacknot ansehen. “Developers are from Mars, Programmers are from Venus” zeigt die entscheidenden Unterschiede zwischen Hobbiesten und Professionals auf.

3d Desktop mit Beryl

Sunday, October 1st, 2006

Schon seit Längerem macht Novell mit Compiz erneut von sich reden. Seit gestern ist mit Beryl ein weiterer Kandidat im Bereich 3d Desktops im Rennen. Ich habe mir den Manager unter Ubuntu installiert und bin begeistert. Nicht zuletzt da die Installation, für eine Alphaversion überraschend einfach war — auch die Software an und für sich ist umwerfend.

Beryl läuft mit nahezu jeder modernen ATI oder NVIDIA Karte. Dank OpenGL Support bietet die Software nicht nur echte stufenlose Transparenz und ein allgemein flüssig arbeitendes User Interface, sondern hält eine Vielzahl netter Animationen bereit, wie man sie höchstens vom Mac her kannte. Ebenfalls neu ist die Möglichkeit, per Mausgesten eine Übersicht aller auf dem Workspace platzierten Fenster zu bekommen. Und apropo Workspace! Als Arbeitsfläche dient die Seite eines Würfels. Man kann zwischen den Workspaces wechseln, indem man den Kubus per Maus auf die entsprechende Seite dreht. Fenster können von einem Workspace auf den anderen Workspace wechseln, indem man sie über den Bildschirmrand hinaus schiebt. Ist ein Fenster zur einen Hälfte auf dem einen und zur anderen Häflte auf dem anderen Workspace, so erscheint es beim drehen des Würfels entsprechend auf beiden Seiten. Dabei bleibt der Fensterinhalt voll animiert und ruckelfrei.

Jeder der sich gerne selber einmal von den Beryls Qualitäten überzeugen möchte, kann sich dieses Video anschauen oder direkt die Installation durchführen.