Just because it's:

Archive for August, 2008

Strip it Baby!

Wednesday, August 13th, 2008

Ich habe mich gerade gewundert, warum die Mail App auf Mac OS X rund 380 MB groß ist? Oder iWeb ganze 223 MB? Ich habe mir da auch gleich einen guten Trick zeigen lassen, wie man die App Files um einiges schlanker machen kann.

Es klingt zwar erstmal seltsam, aber es scheint an den Sprachen einer App zu liegen. Lässt man sich nämlich die Informationen zu einer App Datei anzeigen (CNTRL + Maustaste -> Informationen) und öffnet den Folder “Sprachen”, findet man eine ganze Menge anderer Sprachenkonfigurationen, als der die man gerade verwendet.

Um das App File von unnötigem Balast zu befreien, kann man mit CMD+a alle Sprachen markieren und anschließend löschen. Man sollte logischer Weise mindestens eine Sprache behalten, sonst könnte man einige Probleme geben.

So habe ich z.B. aus 380MB rund 260MB machen können. In Zeiten von Giga Byte natürlich irgendwie Mist vom Kleinvieh, aber dennoch faszinierend. Vor allem wenn man mal bedenkt wie viele Apps man sich mit der Zeit installiert.

Danke nochmal an Jörg für diesen Tip.

Von Liebesbriefen und Kopfgeldjägern

Sunday, August 10th, 2008

Viele von euch sind vermutlich wie ich auch bei Xing. Ich weiss nicht ob es nur mir so geht, aber sowohl die Kopfgeldjäger als auch die jung dynamisch sportlichen Startup Guys (ja, genau die mit dem unverwechselbaren Zahnpastalächeln) lieben mein Postfach. Beim lesen der Nachrichten stellt man schnell fest, dass fast alle Zuschriften einem ähnlichem Schema folgen. Wie nervig!

Ließt man sich die Zuschriften allerdings mit ein wenig bereitschaft zu humor und sarkasmus durch, entdeckt man unter Umständen doch die ein oder andere Passage, die einen zum schmunzeln bringen kann.

Deshalb hier ein paar Zitate aus freier Wildbahn, inklusive persönlicher Anmerkungen. Ich gehe davon aus, dass die Absender der Nachrichten, in diesem Fall gerne auf die korrekte Zitierung mit persönlicher Namensnennung verzichten. ;-)

Der Unkonventionelle

“Hi, wir kennen uns zwar noch nicht, aber ich schreibe Dich einfach mal proaktiv an, hoffe das ist okay.”

Ungefähr so beginnen auch 90% der E-Mails, die in meinem Spam Ordner liegen. Dabei sieht der junge Herr auf dem Foto garnicht aus wie ein nigereanischer Königssohn, Internet-Apotheker oder eines dieser heißen Luder, die mich regelmäßig auf einen völlig diskreten und selbstverständlich unverbindlichen Webcam Chat einladen. Also die Luder… nicht die Apotheker!

Nicht schlecht, wie er die Leute mich persönlich “proaktiv” und “einfach mal” so anschreibt. Diese persönliche Note wird nochmal durch eine Prise unkonventionalität betont, da er z.B. das Subjekt “ich” im dritten Nebensatz weglässt (um eine Doppelung mir dem Subjekt aus dem zweiten Nebensatz zu vermeiden) und direkt mit dem “Du” einsteigt. Im Internet darf man das ja.

Aber um die änfägliche Illusion des individuellen Anschreibens von einer auf ganze zwei Sekunden zu steigern, empfehle ich doch zumindest den Vornamen mit in die Anrede aufzunehmen. Sonst merkt doch jeder, dass das nur kopiert und eingefügt wurde. Der nächste hier hat das schon raus:

Der Anspruchsvolle

“Hallo Dennis,
ich habe mir erlaubt, Dich direkt anzuschreiben. Auch wenn wir uns nicht kennen.”

Geht doch! Aber trotzdem heftig, was die sich alle rausnehmen. Leute nicht kennen, aber dennoch einfach mal Kontakt knüpfen. Am Ende wohlmöglich auch noch Networking betreiben. Wo kämen wir denn da hin?

“Zur Erweiterung unseres Teams suchen wir deshalb dringend nach guten
Software-Entwicklern. Falls das etwas für Dich ist oder Du
irgendjemand kennst: Freunde, Bekannte, Studienfreunde, ehemalig
Kollegen, Freunde von Freunden, Verwandte und Nachbarn: über jeden
Tipp würde ich mich sehr freuen.”

Ob das was für mich wäre weiss ich nicht. Aber zumindest kenne ich die da oben alle! Mensch was für ein Glück, Sie suchen ja genau mich! Da sag nochmal jemand, man müsse konkrete Qualifikationen mitbringen. Blödsinn! Die richtigen Leute muss man kennen. Und ich kenne Sie alle!

Achja, einen Tip habe ich auch gleich noch: mit logischen Verknüpften Bedingungen immer vorsichtig umgehen. Ausserdem darf man auch nach elliptischen Sätzen normale Punkte setzen. ;-)

Die Interessierte

“[...] wir sind auf Ihr interessantes Profil in xing gestoßen und würden sehr gerne mit Ihnen in Kontakt treten.”

Psst, bitte nicht so laut! Sonst wird mein uninteressantes Zweitprofil noch eifersüchtig. Sie wissen doch wie das ist. Tun sie mir doch einen persönlichen gefallen und melden sie sich nochmal auf dem anderen. Sonst bekommt das irgendwann noch Depressionen oder sowas.

Der Glückliche

[...] zufällig bin ich gestern auf Ihr Xing-Profil gestoßen, das mir besonders hinsichtlich Ihrer ausgewiesenen Programmier-Kenntnisse (Ruby on Rails) positiv aufgefallen ist.

Sie und ich! Wir beide, sind einfach für einander bestimmt! Wenn das mal kein Zeichen war. Und das wo sie doch vermutlich gerade (natürlich total zufällig) einen Ruby on Rails Entwickler suchen. Aber da man sich ja nicht immer auf das Schicksal verlassen kann, empfehle ich das nächste mal dann doch lieber die Xing Profisuche. Da kann man sogar Profile nach Fähigkeiten und Standorten durchsuchen. Ganz ehrlich!

Der Neue

Unsere Wunschkonstellation wäre eine Festanstellung mit marktüblichen Gehältern und einer Unternehmensbeteiligung.

Subtext: “Eine Nachricht um ihn zu finden, gering zu bezahlen und beteiligt zu binden!” – So oder zumindest so ähnliche kann man es auch formulieren. Es handelt sich im übrigen um ein Startup Unternehmen (Surprise!), dass gerade mal 6 Monate existiert. Arbeite gut und arbeite hart! Denn je besser und härter du arbeitest, desto größer wird nämlich der Wert deiner Beteiligung. Wenn wir nach der ersten Finanzierungsrunde allerdings wie viele andere Startups drauf gehen sollten, hast du ja immernoch dein marktübliches Gehalt bekommen.

Der Konkrete

“Bitte senden Sie uns Ihre aussagekräftigen Bewerbungsunterlagen an x@y.z. Im darauf folgenden Gespräch würden wir Ihnen gerne Ihre Möglichkeiten und Entwicklungsperspektiven bei XYZ vorstellen.”

Tut mir sehr leid. Ich habe im Moment nurnoch die weniger aussagekräftigen Unterlagen auf Vorrat. Auch wenn ich mich damit wohl soeben als Bewerber für den Entwicklerjob disqualifiziert habe, könnten Sie mich mit den weniger aussagekräftigen Unterlagen doch bestimmt wo anders unterbringen Oder?

Wie wäre denn mit Sportlerkommentaren, im Marketing, oder sogar in der Politik? Das wäre Klasse!

Fazit

Im Grunde genommen bin ich echt froh, dass es sowas wie Xing gibt. Leider finden tatsächlich nur wenig wirklich interessante Angebote Ihren weg in mein Postfach. Meistens handelt es sich um Massenware von der Stange und dient eher dazu, die Karteikästen und Konten der Vermittlerunternehmen zu füllen. Nichts desto trotz, kann man beim durchforsten dieser Nachrichten seinen Spass haben. ;-)

UTF Byte Order Mark entfernen

Thursday, August 7th, 2008

Ja, richtig. Es geht wieder um Zeichensatz-Hassle. Neulich habe ich im Office UTF-8 kodierte XML Templates zugeschickt bekommen, die durch PHP ans Tageslicht gebracht werden sollten. Dabei ergab sich das Problem, dass das Byte Order Mark nicht ordentlich im Browser ankam.

Ich habe nach einer Lösung für Linux gesucht, um Dateien vom den sogenannten BOM zu befreien. Fündig geworden bin ich hier. Das Perl Script erledigt den Job quick & dirty aber dafür effektiv.

Es funktioniert im übrigen nur mit UTF-8 BOMs. Aber anhand der Tabelle unter “Bytefolgen der BOM in verschiedenen Zeichenkodierungen” auf http://de.wikipedia.org/wiki/Byte_Order_Mark lässt sich das Script recht schnell auch für andere UTF Varianten umschreiben.